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Chronikblätter 22. (43.) Jahrgang. Band VI Weihnachten 1974
Voranzeige
Der dreizehnte Familientag
für die
Familie Luyken und ihre Anverwandten
Folgendes Programm ist in Aussicht genommen:
Freitag, den 30. Mai
Die Familienmitglieder werden dringend gebeten, ihre voraussichtliche Teilnahme bis zum
20. Januar 1975 auf dem in Seite 39 vorgedruckten Blatt anzumelden, damit die
Vorbereitungen rechtzeitig beginnen können. |
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Ihre
Diamantene Hochzeit
begingen am 21. Juni 1974 nach 60 Ehejahren
Herbert Kauert und Hanny geb. Duhr Seite 43 Text muss noch eingegeben werden |
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Helmut Jahr
Helmut Jahr (X 153) wurde am 3. Februar 1913 in Mannheim geboren. Er war das dritte von
4 Kindern des Bankdirektors
Carl Jahr und seiner Ehefrau
Johanna ("Hanna") geb. Kleemann1),
die wiederum eine Tochter von
Albertine Kleemann geb. Luyken und damit eine
Enkelin von Johann Albert Luyken, dem Begründers des
Familienzweiges Wesel/Landfort war. Von 1914 bis 1919 verlebte Helmut seine Kinderjahre in Neckargemünd bei
Heidelberg, in einem von den an sich in Mannheim wohnenden Eltern bereits 1913 erworbenen Haus mit
1 ha Garten; dort hatte die Familie während des 1. Weltkriegs genügende Nahrungsmittel; der Vater
war am 1.9.1914 zum Militär eingezogen. Nach Besuch einer Privatschule war er seit 1923 auf dem humanistischen
Gymnasium in Mannheim, wo er 1931 das Abitur bestand. Anschließend studierte er bis 1936 an der
Technischen Hochschule in Stuttgart und begann danach ab Februar 1937 seine Ausbildung bei der
Deutschen Reichsbahn. Am 3.6.1939 bestand er in Berlin die Große Staatsprüfung für das Eisenbahn- und
Straßenwesen und wurde dann Reichsbahnrat. Am 18.5.1943 wurde er in Kronenburg bei Wien zum Militär eingezogen,
wo er als Eisenbahnpionier diente.
1) Wegen der Daten von Helmuts Eltern vgl. Bd. I
S. 55 und Bd. IV
S: 306/309;
das genaue Todesdatum von Hanna Jahr geb. Kleemann ist der 5.8.1950 (Neckargemünd). Seite 55
studiert, der Sohn A., der, am 19. März 1954 in Minden/Westf. geboren, in Marburg Rechtsstudent ist,
und der Sohn C., der am 6. Mai 1958, ebenfalls in Minden, geboren ist und noch in Kassel zur
Schule geht.
Clara Luyken
Am 26. Dezember 1973 verschied, nur wenige Tage nach ihrer Einweisung in das Krankenhaus Laatzen bei
Hannover, Clara Luise Cäcilie Margarethe Luyken geb. von Biber-Palubicki
(X 43 WA) im Alter von 92 Jahren. 27 Monate vorher, am 25. September 1971, war im
Kreise zahlreicher Verwandter und Freunde in Hannover Claras neunzigster Geburtstag gefeiert worden, wo sie,
geistig völlig frisch und körperlich nicht allzu behindert, offensichtlich Freude daran hatte, den Mittelpunkt
eines so seltenen Festes bilden zu können. Danach nahmen aber ihre Kräfte so rasch ab, daß ihr das Leben in den
letzten Monaten zur Last wurde und der Tod schließlich als willkommene Erlösung kam.
1) Die näheren Daten der Eltern sind in Bd. I
S. 95 wiedergegeben. |
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Grunde gehörte sie auf das Land, obwohl es ihr Schicksal war, den größten Teil ihres Daseins in der Großstadt
verbringen zu müssen.
2) "Malkasten": Vereinshaus Düsseldorfer Künstler in Düsseldorf. Seite 57
ihres Bruders Constantin, Wirtschaftsdienst verrichtete. In den wirren der unmittelbaren Nachkriegszeit wurde
Clara eine Notwohnung in Gifhorn bei Braunschweig zugewiesen. 1949 hatte sie das große Glück, auf dem
Gut Brenneckenbrück bei Gifhorn, das der mit ihren verstorbenen Söhnen befreundet gewesenen Familie
Mehring/Schmalbach gehört, eine ihr ungemein zusagende Unterkunft zu finden, in der sie 15 Jahre bleiben
durfte. Vieles erinnerte sie dort an das Familiengut Liebenhoff. Sie nahm Anteil an allem Geschehen und wurde
wegen ihres menschlich-natürlichen Wesens von allen Mitbewohnern einschließlich der Kinder geschätzt und
verehrt. 1965 mußte sie diese Bleibe aufgeben und zog zurück nach Hannover in ein Altersheim, wo sie,
umgeben von einigen den Bomben entgangenen Möbelstücken, Bildern und Büchern, bis zu ihrem Tod gewohnt hat.
6) X 51, verh. mit
Lucie Mench. Sein Sohn
Robert (XII 28), ebenfalls in Australien,
ist verh. mit Annette geb. Walters und hat
2 Töchter Penelope und
Belinda. |
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Richter am Landgericht. Ilse konnte ihre schier unerschöpfliche Liebe und Fürsorge zusätzlich acht in der Zeit
von 1956 bis 1963 geborenen Enkelkindern 2) widmen. Tief wurde die Familie
getroffen, als der Sohn Kurt ihr am 6. August 1962 in Cismar (bei Lensahn/Holstein) durch jähen Herztod
entrissen wurde. Sein Frau
M. geb. H. ist Sekretärin des
Oberbürgermeisters von Ellwangen; sie steuert ihre drei Kinder tapfer und tüchtig ins Leben.
2) Von
K., verh. 10.4.55 in
Krummendiek b. Itzehoe m.
M. H.
(* 20.4.21 in Rio Claro-Bras.) stammen
A. (* 28.1.56 in Köln),
U. (* 13.5.57 in Soltau) und
J. (* 8.1.63 in Münster/Westf.); von
Irmgard verh. 12.7.57 in Karlsruhe mit
Jürgen Albath (* 27.6.22 in Senne I):
Andreas (* 4.6.59 in Münster/Westf.) und
Rainer (* 23.4.63) ebda.); von
H., verh. 1.7.61 in Karlsruhe mit
H. (* 27.10.27 in Dresden):
F. (* 2.5.62 in Karlsruhe),
H. (* 4.2.63 ebda.) und
B. (* 15.7.66 in ebda.). Seite 61
entluden und für Ilse in Flucht und Sturz in die Ausweglosigkeit endete. Nun war alles neu zu beginnen.
Kaum hatte die Familie wieder knappen Boden gewonnen, entwickelte Ilse beharrliche Standfestigkeit und
gottvertrauende Seelenkraft. So kam die Familie mit wachsender Sicherheit auf die Beine und mit Schwung
vorwärts und aufwärts.
Olga de Vivanco geb. Hühn
Am 7.4.1894 wurde Olga Emma (XI 68 WA KL) als älteste Tochter des Exportkaufmanns
Max Hühn und seiner Frau
Mathilde geb. Luyken1)
in Hamburg geboren. Sie war eine Enkelin von Arnold Luyken
und Emma geb. Hammacher und damit eine Urenkelin von
Gustav Luyken, dem Begründer des Familienzweiges
Wesel/Arnsberg.
1) zu den Daten von Olgas Eltern vgl. Bd. I
S. 103 und VI
S. 18. |
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auch in den ersten Ehejahren sang Olga als Sopranistin im Kirchengesang, in Passionen und Oratorien. Mutter
Mathilde war eine Beethoven-Verehrerin, Olga eine Wagner-Verehrerin, deren ganzes Glück es war, viermal die
Bayreuther Festspiele miterleben zu dürfen. Zwei Punkte beherrschten ganz und gar ihr Leben: Familie Luyken
und die Musik.
2) * 11.5.1877 zu Hamburg, † 21.8.1951 ebda., Sohn von
Luis de Vivanco und Bertha geb. Möller. Näheres s. Bd. I
S. 323. Seite 63 Text muss noch eingegeben werden |
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